Anwendungsfall · Instandhaltung

Eine Maschine. 30 Tage.
Ein belastbarer Befund.

Predictive Maintenance für rotierende Technik. Sie müssen mir nicht glauben, Sie können es messen lassen: Sensoren auf Ihre kritischste Maschine, 30 Tage Aufzeichnung, am Ende ein schriftlicher Zustandsbericht. Danach übernehmen Sie oder ich baue zurück.

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Das Problem

Wartung nach Kalender trifft selten den richtigen Tag.

In den meisten Betrieben läuft Instandhaltung nach Intervall. Ein Termin steht im Kalender, ein Teil wird getauscht, weil das Intervall es sagt. Zwei Dinge gehen dabei regelmäßig schief:

  • Zu früh getauscht. Bauteile mit Restlebensdauer landen im Container, weil die Vorschrift den Wechsel vorsieht.
  • Zu spät bemerkt. Zwischen zwei Terminen gibt es kein Bild vom Zustand. Ein Lagerschaden kündigt sich über Wochen an, gesehen wird er erst beim Stillstand.

Der teure Fall ist immer der zweite. Ein ungeplanter Ausfall kostet nicht das Ersatzteil, sondern die Stunden, in denen die Fertigung steht, und die Termine, die dadurch reißen. Am Freitagnachmittag, wenn niemand mehr liefert.

Verschleiß an rotierender Technik kündigt sich an, lange bevor er hörbar wird. Man muss nur hinhören, durchgehend statt alle sechs Monate.

Der Pilot

Drei Schritte, 30 Tage, ein Ergebnis.

Fester Umfang, festes Ende. Der Pilot läuft an einer einzigen Maschine, damit Sie das Verfahren beurteilen können, bevor Sie darüber nachdenken, es auszuweiten.

1

Tag 1 · Montage

Sensoren werden magnetisch aufgesetzt, das Gateway angesteckt. Die Maschine läuft dabei weiter. Keine Abnahme, kein IT-Ticket, kein Eingriff in Ihre Steuerung.

2

Tag 2–28 · Lernphase

Das Modell baut das Normalprofil genau dieser Maschine auf: Drehzahlen, Lastwechsel, Schichtrhythmus. Ab Woche 2 sehen Sie live mit.

3

Tag 30 · Befund

Schriftlicher Zustandsbericht: Auffälligkeiten, Trends, Handlungsempfehlung. Danach übernehmen Sie den Betrieb oder ich baue die Sensorik zurück.

Montage und Rückbau mache ich selbst, vor Ort. Kein Dienstleister-Karussell, keine Übergabe an ein Partnernetz.

Vergleich

Was sich gegenüber dem reinen Wartungsvertrag ändert.

Wartungsvertrag alleinWartungsvertrag + Adoption-X
Termine nach KalenderTermine nach Zustand
Teile getauscht, weil das Intervall es sagtTeile getauscht, weil die Maschine es zeigt
Zwischen zwei Terminen kein BildDurchgehendes Bild, 24/7, mit Trendverlauf
Ausfall bleibt möglich und ungeplantWochen Vorlauf statt Freitagnachmittag

Ich ersetze Ihren Wartungspartner nicht. Ich sage ihm, wann er wirklich kommen muss.

Technik & Integration

Vier Schichten, keine davon in Ihrer Maschine.

Edge-first aufgebaut: gemessen und vorverarbeitet wird am Gerät, entschieden wird lokal. Die Cloud ist eine Option, keine Voraussetzung.

1

Sensorik am Messpunkt

MEMS-Vibrationssensorik, drei Achsen, bis 10 kHz, dazu Körperschall über MEMS-Mikrofone. Magnetisch oder adhäsiv montiert, typischer Messpunkt ist das Lagerschild auf der Antriebsseite. Anbindung per BLE, Sub-GHz, RS-485 oder IO-Link.

2

Edge Gateway

Industrie-PC, Raspberry Pi CM4 oder ESP32. FFT, Effektivwert und Trendberechnung laufen direkt am Gerät. Pufferung bei Netzwerkausfall, auf Wunsch vollständig offline-fähig.

3

KI-Engine

Anomalieerkennung über Isolation Forest und Autoencoder, mit einem individuellen Baseline-Profil je Maschine. Kalibrierung zwei bis vier Wochen. Ausgelöst wird sowohl schwellwert- als auch modellbasiert.

4

Dashboard & Alarm

Echtzeit-Status und Trendverläufe, Alarmierung per App-Push, E-Mail, SMS oder OPC-UA. CSV-Report und REST-API Richtung SAP PM oder CMMS. Rollen für Instandhaltung, Schicht und Management.

KommunikationMQTT, OPC-UA, Modbus TCP, REST-API
HardwareHerstellerunabhängig, IO-Link, BLE, kabelgebunden
IT-IntegrationSAP PM, Infor, eigenes CMMS via REST oder CSV-Export
DatensicherheitTLS 1.3, lokale Datenhaltung, Rollenkonzept, DSGVO-konform
InfrastrukturOn-Premise, EU-Cloud (IONOS oder Hetzner) oder hybrid

Alle Details zum Aufbau stehen im Beiblatt der Übersicht als PDF. Wie sich das in die vier Betriebsmodelle einordnet, steht unter DSGVO-konforme KI.

Für wen sich das lohnt

Der Pilot lohnt sich besonders bei…

Weniger, wenn die Anlage rein statisch oder hydraulisch arbeitet, ein Ausfall folgenlos abgefangen wird oder ohnehin schon eine Zustandsüberwachung läuft. Ob Ihre Maschine passt, sehe ich im Erstgespräch an wenigen Angaben: Typ, Drehzahlbereich, Schichtmodell.

FAQ

Häufige Fragen

Muss die Maschine für die Montage stillstehen?
Nein. Die Sensoren werden magnetisch oder adhäsiv von außen aufgesetzt, das Gateway wird angesteckt. Es wird nichts in die Maschine eingegriffen, nichts verkabelt, nichts umprogrammiert. Die Maschine läuft während der Montage weiter. Keine Abnahme, kein Eingriff in die Steuerung, kein Verlust von Gewährleistung.
Für welche Maschinen eignet sich das?
Für rotierende Technik, bei der sich Verschleiß über Schwingung und Körperschall ankündigt: Spindeln, Motoren, Getriebe, Pumpen, Lüfter, Kompressoren, Antriebsstränge. Je kritischer die Maschine für Ihre Fertigung ist, desto eher lohnt der Pilot. Für rein hydraulische oder statische Anlagen ist das Verfahren nicht die richtige Wahl.
Was passiert, wenn in den 30 Tagen nichts gefunden wird?
Dann steht das im Bericht. Ein sauberes Normalprofil ohne Auffälligkeiten ist ein Ergebnis, kein Fehlschlag: Sie wissen danach, dass die Maschine im erwarteten Rahmen läuft, und haben eine Referenzlinie für alle künftigen Messungen. Danach entscheiden Sie, ob die Sensorik bleibt oder zurückgebaut wird.
Ersetzt das unseren Wartungsvertrag?
Nein. Ihr Wartungspartner bleibt zuständig. Der Unterschied ist der Auslöser: Statt nach Kalenderintervall kommt er, wenn die Maschine es zeigt. Ihr Wartungsvertrag wird dadurch nicht überflüssig, sondern trifft besser.
Wohin gehen die Messdaten?
Gemessen und vorverarbeitet wird am Gerät, entschieden wird lokal. Der Aufbau ist edge-first: FFT, Effektivwert und Trendberechnung laufen auf dem Gateway, nicht in einer fremden Cloud. Betrieb wahlweise On-Premise, in einer EU-Cloud (IONOS oder Hetzner) oder hybrid. Übertragung mit TLS 1.3, lokale Datenhaltung, Rollenkonzept, DSGVO-konform. Die Cloud ist eine Option, keine Voraussetzung.
Lässt sich das an unser ERP oder Instandhaltungssystem anbinden?
Ja. Kommunikation über MQTT, OPC-UA, Modbus TCP und REST-API. Anbindung an SAP PM, Infor oder ein eigenes CMMS über REST oder CSV-Export. Alarme laufen per App-Push, E-Mail, SMS oder OPC-UA in Ihre bestehenden Kanäle.
Was kostet der 30-Tage-Pilot?
Das Investment richtet sich nach Umfang: Anzahl der Messpunkte an der Maschine, Anfahrt und ob eine Anbindung an Ihr Instandhaltungssystem Teil des Piloten sein soll. Die konkrete Zahl nenne ich im 30-minütigen Erstgespräch, sobald ich die Maschine kenne. Fester Preis für den Pilot, danach entscheiden Sie frei.
Passt das zu Ihnen?

Fünf Fragen vor dem Erstgespräch

  • Gibt es eine Maschine, deren Ausfall Ihnen den Liefertermin kostet?
  • Wissen Sie heute, wie es dieser Maschine zwischen zwei Wartungsterminen geht?
  • Hatten Sie in den letzten zwölf Monaten einen ungeplanten Stillstand?
  • Werden Teile getauscht, obwohl sie noch in Ordnung aussehen?
  • Läuft die Maschine im Mehrschichtbetrieb?
Was Sie nach 30 Tagen haben

Der Befund im Detail

NormalprofilReferenzlinie dieser Maschine über Drehzahlen, Lastwechsel und Schichten
AuffälligkeitenAbweichungen vom Normalprofil, zeitlich eingeordnet
TrendsEntwicklung über die Laufzeit, nicht nur ein Momentwert
EmpfehlungWas zu tun ist, mit welcher Dringlichkeit
Ihre EntscheidungBetrieb übernehmen, ausweiten oder Sensorik zurückbauen

Der Bericht ist schriftlich und gehört Ihnen, unabhängig davon, wie Sie danach entscheiden.

Nächster Schritt

Starten Sie mit einer Maschine.

30 Minuten, kostenfrei. Sagen Sie mir, welche Maschine Ihnen am meisten Sorgen macht. Ich sage Ihnen, ob sich der Pilot dort lohnt, und was er kostet.

Zum Mitnehmen und intern weiterleiten: Übersicht als PDF (2 Seiten, inklusive Technik-Beiblatt für die IT).

30 Minuten Online oder telefonisch Kostenfrei und unverbindlich
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Seesen, Deutschland DSGVO-konform betreibbar · EU AI Act-bereit · 100 % EU-Hosting möglich linkedin.com/in/joerg-boehlkau
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